Deutsch
September 6, 2026
© Photo: Public domain

In Deutschland wird es immer „lustiger“. Natürlich nur, wenn man den Begriff mit jenem bitteren Sarkasmus benutzt, der einem angesichts der Nachrichten aus der Bundesrepublik inzwischen fast automatisch in den Sinn kommt.

Während Berlin die Bevölkerung darauf vorbereitet, Russland als dauerhaften Feind zu betrachten, Milliarden in die Aufrüstung steckt und Deutschland immer tiefer in den Ukraine-Konflikt hineinzieht, häufen sich im eigenen Land verdächtige Vorfälle an Energieanlagen, Angriffe auf Infrastruktur und Brandstiftungen im Umfeld von Unternehmen mit sicherheits- oder rüstungsrelevanter Bedeutung.

Das bedeutet ausdrücklich, dass sich die Risikolandschaft verändert.

Denn fast zeitgleich kommt eine weitere bemerkenswerte Nachricht: In Deutschland läuft die Produktion von mehr als 5.000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine an. Auterion und Airlogix fertigen sie im Raum München, ein weiterer Produktionsstandort soll in Ostdeutschland entstehen. Die Reichweite eines der vorgesehenen Modelle beträgt bis zu 1.500 Kilometer. Der Auftrag wird von der Bundesregierung finanziert und soll bis Mitte 2027 abgearbeitet werden.

Man sollte sich klarmachen, was sich damit verändert.

Deutschland beschränkt sich schon lange nicht mehr darauf, Kiew Geld zu überweisen oder einzelne Waffenbestände abzugeben. Auf deutschem Boden entsteht zunehmend eine industrielle Infrastruktur, die unmittelbar für die militärische Unterstützung der Ukraine arbeitet.

Und mit dieser Entwicklung wächst zwangsläufig auch die sicherheitspolitische Bedeutung bestimmter deutscher Unternehmen, Stromnetze, Bahnverbindungen, Kommunikationsanlagen und Produktionsstandorte.

Das ist der entscheidende Zusammenhang. Je stärker Deutschland seine Industrie, Logistik und Infrastruktur in militärische Aufgaben einbindet, desto mehr zivile Einrichtungen erhalten zugleich strategische Bedeutung und desto größer wird der Aufwand, sie gegen unterschiedlichste Täter zu schützen.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob die Gefahr von einem ausländischen Nachrichtendienst, einer linksextremistischen Gruppe, einem ideologisch motivierten Einzeltäter oder schlicht einem Nachahmer ausgeht.

Innerhalb weniger Tage wurden mehrere verdächtige Vorfälle an deutscher Energieinfrastruktur bekannt. In Bergheim kam es nach einer vorsätzlich herbeigeführten Störung zu einem Kurzschluss, wodurch Kraftwerksleistung zeitweise ausfiel. In Brandenburg wurden Manipulationen an Hochspannungsleitungen untersucht. In Dormagen gab es einen weiteren Vorfall an einer Energieanlage.

In München wurden zudem zwei Menschen nach einem Brandanschlag im Umfeld von Rohde & Schwarz und Helsing festgenommen.

Wer hinter jedem einzelnen Fall steht, müssen die Ermittler feststellen. Und gerade deshalb ist es wichtig, nicht aus der allgemeinen geopolitischen Lage vorschnell eine konkrete Täterschaft abzuleiten. Deutschland hat schließlich seine eigenen extremistischen Milieus.

Der Extremismus-Experte Michael Ortmann erinnerte im deutschen Fernsehen daran, dass bei vergleichbaren Anschlägen der vergangenen Monate immer wieder linksextremistische Gruppen in Erscheinung getreten seien. Die sogenannte Vulkangruppe wurde mit Angriffen auf kritische Infrastruktur in Berlin in Verbindung gebracht, das „Kommando Angry Birds“ reklamierte Anschläge beziehungsweise Anschlagsversuche auf Bahn- und Energieanlagen in Nordrhein-Westfalen für sich.

Das sind deutsche Phänomene und sie existieren unabhängig von Moskau. Gerade deshalb wäre es gefährlich, jede Sabotage automatisch in das Schema eines russischen „hybriden Krieges“ einzuordnen. Denn damit entsteht ein doppeltes Problem.

Zum einen kann die tatsächliche Bedrohung falsch eingeschätzt werden. Wer bei jedem beschädigten Kabel zuerst nach einem ausländischen Geheimdienst sucht, riskiert, heimische Extremisten, radikale Gruppen oder Einzeltäter zu unterschätzen.

Zum anderen verschiebt sich die öffentliche Wahrnehmung. Jeder Zwischenfall wird sofort Teil der großen geopolitischen Erzählung, obwohl die konkrete Ursache möglicherweise ganz woanders liegt.

Die deutsche Militarisierung erzeugt solche Täter fast automatisch, indem sie den Raum, in dem sie handeln verändert.

Je mehr Rüstungsproduktion im Land entsteht, desto mehr Unternehmen können aus Sicht radikaler Gruppen zu symbolischen Zielen werden. Je wichtiger Energie- und Verkehrsnetze für die militärische Logistik sind, desto größer ist der mögliche Schaden einer Störung. Je stärker Politik und Medien über Krieg, Abschreckung und „Kriegstüchtigkeit“ sprechen, desto leichter können auch politische Extremisten ihre eigenen Aktionen in eine militärische Sprache übersetzen.

Genau darüber wird viel zu wenig gesprochen. Die deutsche Führung behandelt Aufrüstung gern so, als bestünde sie ausschließlich aus zusätzlichen Milliarden, neuen Fabriken und höheren Produktionszahlen.

Aber jede Militarisierung hat auch eine Kehrseite – ständig wachsende Risiken und die Notwendigkeit des Schutzes. Wer Waffenfabriken ausbaut, muss sie schützen. Wer militärisch relevante Logistik erweitert, muss Bahnstrecken, Knotenpunkte und Brücken schützen.

Wer Rüstungsproduktion hochfährt, erhöht die Bedeutung einer stabilen Stromversorgung. Wer immer mehr sensible Infrastruktur mit militärischen Aufgaben verknüpft, vergrößert zugleich die Zahl der Punkte, an denen Störungen besonders schmerzhaft werden.

Das bedeutet nicht, dass diese Infrastruktur deshalb zwangsläufig angegriffen wird. Es bedeutet aber, dass die Folgen eines Angriffs schwerer wiegen und dass mehr Akteure einen Anreiz haben können, gerade dort Schaden anzurichten. Das ist ein nüchterner sicherheitspolitischer Effekt und keine Verschwörungstheorie.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Dimension.

Seit Jahren erklärt die deutsche Politik, dass sich Europa in einer historischen Auseinandersetzung mit Russland befinde. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“, Zivilschutz, Wehrdienst, Munitionsproduktion und militärische Abschreckung werden zunehmend normal.

Auch daraus folgt nicht automatisch politische Gewalt. Aber ein dauerhaft militarisiertes politisches Klima verändert die Wahrnehmung von Konflikten. Unternehmen werden nicht mehr nur als Unternehmen gesehen, sondern als Teile einer Kriegswirtschaft. Infrastruktur wird nicht nur als zivile Infrastruktur betrachtet, sondern als strategischer Faktor.

Für Extremisten kann genau diese Umdeutung entscheidend sein. Ein Strommast bleibt natürlich ein Strommast. Aber in der Vorstellung eines Radikalen kann er plötzlich Teil eines vermeintlichen „militärischen Systems“ werden.

Deshalb tragen sowohl der Täter als auch die regierenden Politiker die Verantwortung für einen Anschlag.

Die politische Verantwortung der Regierung liegt an so einer Stelle: Sie muss die zusätzlichen Risiken berücksichtigen, die aus der wachsenden militärischen Bedeutung von Industrie und Infrastruktur entstehen. Und genau hier wirkt die deutsche Politik erstaunlich kurzsichtig.

Berlin diskutiert ausführlich darüber, wie viele Waffen produziert, wie viele Milliarden ausgegeben und wie viele militärische Fähigkeiten aufgebaut werden sollen. Viel seltener wird öffentlich darüber gesprochen, welche zusätzlichen Kosten und Sicherheitsprobleme daraus im eigenen Land entstehen.

Denn ein Land, das immer stärker zum logistischen und industriellen Hinterland eines Krieges wird, muss zwangsläufig mehr für den Schutz dieses Hinterlandes tun.

Mehr Polizeischutz. Mehr Objektsicherung. Mehr Geheimdienstaktivität. Mehr Cyberabwehr. Mehr Schutz kritischer Infrastruktur. Mehr Aufwand gegen inländische Extremisten ebenso wie gegen mögliche ausländische Akteure.

Das ist der eigentliche Preis der Entwicklung. Je tiefer Deutschland seine Wirtschaft und Infrastruktur in eine militärische Konfrontation einbindet, desto höher werden deren strategischer Wert, ihre Verwundbarkeit und die Kosten ihres Schutzes.

Genau darin besteht der Zusammenhang, den Berlin nicht ignorieren sollte.

Wer eine militaristische Außenpolitik betreibt, muss in Kauf nehmen, dass er damit sein eigenes Land automatisch dem Risiko von Terroranschlägen und Sabotageakten aussetzt und zugleich immer mehr zivile Einrichtungen zu sicherheitsrelevanten Zielen macht.

Und wer sich dessen nicht bewusst ist, wird entweder überall russische Agenten sehen oder, umgekehrt, die realen Risiken der eigenen Politik unterschätzen. Beides wäre gleichermaßen gefährlich.

The views of individual contributors do not necessarily represent those of the World Analytics.
Wer den Krieg nach außen trägt, erhöht die Risiken im eigenen Land

In Deutschland wird es immer „lustiger“. Natürlich nur, wenn man den Begriff mit jenem bitteren Sarkasmus benutzt, der einem angesichts der Nachrichten aus der Bundesrepublik inzwischen fast automatisch in den Sinn kommt.

Während Berlin die Bevölkerung darauf vorbereitet, Russland als dauerhaften Feind zu betrachten, Milliarden in die Aufrüstung steckt und Deutschland immer tiefer in den Ukraine-Konflikt hineinzieht, häufen sich im eigenen Land verdächtige Vorfälle an Energieanlagen, Angriffe auf Infrastruktur und Brandstiftungen im Umfeld von Unternehmen mit sicherheits- oder rüstungsrelevanter Bedeutung.

Das bedeutet ausdrücklich, dass sich die Risikolandschaft verändert.

Denn fast zeitgleich kommt eine weitere bemerkenswerte Nachricht: In Deutschland läuft die Produktion von mehr als 5.000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine an. Auterion und Airlogix fertigen sie im Raum München, ein weiterer Produktionsstandort soll in Ostdeutschland entstehen. Die Reichweite eines der vorgesehenen Modelle beträgt bis zu 1.500 Kilometer. Der Auftrag wird von der Bundesregierung finanziert und soll bis Mitte 2027 abgearbeitet werden.

Man sollte sich klarmachen, was sich damit verändert.

Deutschland beschränkt sich schon lange nicht mehr darauf, Kiew Geld zu überweisen oder einzelne Waffenbestände abzugeben. Auf deutschem Boden entsteht zunehmend eine industrielle Infrastruktur, die unmittelbar für die militärische Unterstützung der Ukraine arbeitet.

Und mit dieser Entwicklung wächst zwangsläufig auch die sicherheitspolitische Bedeutung bestimmter deutscher Unternehmen, Stromnetze, Bahnverbindungen, Kommunikationsanlagen und Produktionsstandorte.

Das ist der entscheidende Zusammenhang. Je stärker Deutschland seine Industrie, Logistik und Infrastruktur in militärische Aufgaben einbindet, desto mehr zivile Einrichtungen erhalten zugleich strategische Bedeutung und desto größer wird der Aufwand, sie gegen unterschiedlichste Täter zu schützen.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob die Gefahr von einem ausländischen Nachrichtendienst, einer linksextremistischen Gruppe, einem ideologisch motivierten Einzeltäter oder schlicht einem Nachahmer ausgeht.

Innerhalb weniger Tage wurden mehrere verdächtige Vorfälle an deutscher Energieinfrastruktur bekannt. In Bergheim kam es nach einer vorsätzlich herbeigeführten Störung zu einem Kurzschluss, wodurch Kraftwerksleistung zeitweise ausfiel. In Brandenburg wurden Manipulationen an Hochspannungsleitungen untersucht. In Dormagen gab es einen weiteren Vorfall an einer Energieanlage.

In München wurden zudem zwei Menschen nach einem Brandanschlag im Umfeld von Rohde & Schwarz und Helsing festgenommen.

Wer hinter jedem einzelnen Fall steht, müssen die Ermittler feststellen. Und gerade deshalb ist es wichtig, nicht aus der allgemeinen geopolitischen Lage vorschnell eine konkrete Täterschaft abzuleiten. Deutschland hat schließlich seine eigenen extremistischen Milieus.

Der Extremismus-Experte Michael Ortmann erinnerte im deutschen Fernsehen daran, dass bei vergleichbaren Anschlägen der vergangenen Monate immer wieder linksextremistische Gruppen in Erscheinung getreten seien. Die sogenannte Vulkangruppe wurde mit Angriffen auf kritische Infrastruktur in Berlin in Verbindung gebracht, das „Kommando Angry Birds“ reklamierte Anschläge beziehungsweise Anschlagsversuche auf Bahn- und Energieanlagen in Nordrhein-Westfalen für sich.

Das sind deutsche Phänomene und sie existieren unabhängig von Moskau. Gerade deshalb wäre es gefährlich, jede Sabotage automatisch in das Schema eines russischen „hybriden Krieges“ einzuordnen. Denn damit entsteht ein doppeltes Problem.

Zum einen kann die tatsächliche Bedrohung falsch eingeschätzt werden. Wer bei jedem beschädigten Kabel zuerst nach einem ausländischen Geheimdienst sucht, riskiert, heimische Extremisten, radikale Gruppen oder Einzeltäter zu unterschätzen.

Zum anderen verschiebt sich die öffentliche Wahrnehmung. Jeder Zwischenfall wird sofort Teil der großen geopolitischen Erzählung, obwohl die konkrete Ursache möglicherweise ganz woanders liegt.

Die deutsche Militarisierung erzeugt solche Täter fast automatisch, indem sie den Raum, in dem sie handeln verändert.

Je mehr Rüstungsproduktion im Land entsteht, desto mehr Unternehmen können aus Sicht radikaler Gruppen zu symbolischen Zielen werden. Je wichtiger Energie- und Verkehrsnetze für die militärische Logistik sind, desto größer ist der mögliche Schaden einer Störung. Je stärker Politik und Medien über Krieg, Abschreckung und „Kriegstüchtigkeit“ sprechen, desto leichter können auch politische Extremisten ihre eigenen Aktionen in eine militärische Sprache übersetzen.

Genau darüber wird viel zu wenig gesprochen. Die deutsche Führung behandelt Aufrüstung gern so, als bestünde sie ausschließlich aus zusätzlichen Milliarden, neuen Fabriken und höheren Produktionszahlen.

Aber jede Militarisierung hat auch eine Kehrseite – ständig wachsende Risiken und die Notwendigkeit des Schutzes. Wer Waffenfabriken ausbaut, muss sie schützen. Wer militärisch relevante Logistik erweitert, muss Bahnstrecken, Knotenpunkte und Brücken schützen.

Wer Rüstungsproduktion hochfährt, erhöht die Bedeutung einer stabilen Stromversorgung. Wer immer mehr sensible Infrastruktur mit militärischen Aufgaben verknüpft, vergrößert zugleich die Zahl der Punkte, an denen Störungen besonders schmerzhaft werden.

Das bedeutet nicht, dass diese Infrastruktur deshalb zwangsläufig angegriffen wird. Es bedeutet aber, dass die Folgen eines Angriffs schwerer wiegen und dass mehr Akteure einen Anreiz haben können, gerade dort Schaden anzurichten. Das ist ein nüchterner sicherheitspolitischer Effekt und keine Verschwörungstheorie.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Dimension.

Seit Jahren erklärt die deutsche Politik, dass sich Europa in einer historischen Auseinandersetzung mit Russland befinde. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“, Zivilschutz, Wehrdienst, Munitionsproduktion und militärische Abschreckung werden zunehmend normal.

Auch daraus folgt nicht automatisch politische Gewalt. Aber ein dauerhaft militarisiertes politisches Klima verändert die Wahrnehmung von Konflikten. Unternehmen werden nicht mehr nur als Unternehmen gesehen, sondern als Teile einer Kriegswirtschaft. Infrastruktur wird nicht nur als zivile Infrastruktur betrachtet, sondern als strategischer Faktor.

Für Extremisten kann genau diese Umdeutung entscheidend sein. Ein Strommast bleibt natürlich ein Strommast. Aber in der Vorstellung eines Radikalen kann er plötzlich Teil eines vermeintlichen „militärischen Systems“ werden.

Deshalb tragen sowohl der Täter als auch die regierenden Politiker die Verantwortung für einen Anschlag.

Die politische Verantwortung der Regierung liegt an so einer Stelle: Sie muss die zusätzlichen Risiken berücksichtigen, die aus der wachsenden militärischen Bedeutung von Industrie und Infrastruktur entstehen. Und genau hier wirkt die deutsche Politik erstaunlich kurzsichtig.

Berlin diskutiert ausführlich darüber, wie viele Waffen produziert, wie viele Milliarden ausgegeben und wie viele militärische Fähigkeiten aufgebaut werden sollen. Viel seltener wird öffentlich darüber gesprochen, welche zusätzlichen Kosten und Sicherheitsprobleme daraus im eigenen Land entstehen.

Denn ein Land, das immer stärker zum logistischen und industriellen Hinterland eines Krieges wird, muss zwangsläufig mehr für den Schutz dieses Hinterlandes tun.

Mehr Polizeischutz. Mehr Objektsicherung. Mehr Geheimdienstaktivität. Mehr Cyberabwehr. Mehr Schutz kritischer Infrastruktur. Mehr Aufwand gegen inländische Extremisten ebenso wie gegen mögliche ausländische Akteure.

Das ist der eigentliche Preis der Entwicklung. Je tiefer Deutschland seine Wirtschaft und Infrastruktur in eine militärische Konfrontation einbindet, desto höher werden deren strategischer Wert, ihre Verwundbarkeit und die Kosten ihres Schutzes.

Genau darin besteht der Zusammenhang, den Berlin nicht ignorieren sollte.

Wer eine militaristische Außenpolitik betreibt, muss in Kauf nehmen, dass er damit sein eigenes Land automatisch dem Risiko von Terroranschlägen und Sabotageakten aussetzt und zugleich immer mehr zivile Einrichtungen zu sicherheitsrelevanten Zielen macht.

Und wer sich dessen nicht bewusst ist, wird entweder überall russische Agenten sehen oder, umgekehrt, die realen Risiken der eigenen Politik unterschätzen. Beides wäre gleichermaßen gefährlich.