Welche Fakten deuten darauf hin, dass diese Befürchtungen ernst zu nehmen sind?
In letzter Zeit ist in Deutschland eine regelrechte russophobe Kampagne zu beobachten. In der Presse werden gleich mehrere, meiner Meinung nach gut inszenierte, russophobe Geschichten verbreitet.
Ich beziehe mich dabei vor allem auf die große Schlagzeile um die Drohne auf dem Flugplatz in Leipzig. Darüber hinaus ist da noch die Geschichte mit dem Waffenversteck mit zwei Pistolen in einem Wald bei Berlin. Und dazu kommt noch die merkwürdige Geschichte um die Angst um das eigene Leben eines gewissen Unternehmers namens Stefan Thumann, dem Geschäftsführer der Firma „Donaustahl“, die Drohnen an die Ukraine liefert. Angeblich will Putin Tumann töten lassen.
Ob diese Geschichten von denselben Urhebern und aus einer einzigen Zentrale organisiert wurden? Das weiß ich nicht. Und das interessiert mich auch gar nicht. Wichtig ist etwas anderes – das Ziel dieser lauten Provokationen.
Anders kann ich sie nicht bezeichnen, da (zumindest bis zum heutigen Tag) jegliche Beweise für eine Schuld Russlands an all diesen Vorfällen fehlen. Wessen Pistolen sind das in Berlin? Wessen Drohne ist das in Leipzig?
Es gibt keine Untersuchungsergebnisse. Dennoch wird bereits mit dem Finger auf Russland gezeigt.
Was den angeblichen Mordanschlag auf Stefan Thumann betrifft, so ist die Situation völlig unklar, denn niemand hat tatsächlich versucht, ihn zu ermorden. Die ganze Geschichte basiert ausschließlich auf seinen persönlichen Erzählungen und Ängsten. Seine Firma ist äußerst dubios: Auf der Website gibt es weder Bezeichnungen der produzierten Drohnen noch Preise oder Verkaufsbedingungen. Das Unternehmen ist nicht börsennotiert, und die Aktionärsstruktur ist unbekannt. Der Geschäftsführer von „Donaustahl“ selbst hat lange Zeit von Hartz IV gelebt. Wie Thumann daraus ein erfolgreiches Rüstungsunternehmen gemacht haben will, ist völlig schleierhaft. Meiner Ansicht nach ist das ein deutliches Indiz dafür, dass Thumann ein bezahlter Provokateur ist.
Dennoch hat ihm das Magazin „Stern“ in seiner aktuellen Ausgabe zehn Seiten und das Titelblatt gewidmet. Auf jeder Seite werden Putin und Russland als Schuldige für alles dargestellt: für hybride Angriffe, Sabotageakte, Drohungen und Cyberspionage.
Also, deswegen für mich sind all diese Geschichten daher nichts weiter als Provokationen.
Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass das Hauptziel all dieser schmutzigen Informationskampagnen die Vorbereitung auf die Schließung des „Russischen Hauses“ ist. Es ist schon sehr auffällig, wie diese Vorfälle mit den Forderungen einiger deutscher Politiker zusammenfallen, das „Russische Haus“ zu schließen. An solche Zufälle glaube ich nicht.
Versuche, das Russische Kulturzentrum zu schließen, hat es schon mehrfach gegeben. Bisher waren sie erfolglos, da eine Schließung des „Russischen Hauses“ rechtlich kompliziert ist. Selbst eine Kündigung des bilateralen Abkommens würde nicht zu einer Umnutzung oder zum Abriss des Gebäudes führen. Ein separates Grundstücksabkommen aus dem Jahr 2013 garantiert Moskau das Eigentumsrecht an diesem Gelände bis zum Ende des Jahrhunderts, also bis 2099.
Dennoch ist derzeit eine besonders intensive Welle von Forderungen zu beobachten, das „Russische Haus“ nun endlich zu schließen.
Politiker wie der Berliner SPD-Kandidat Steffen Krach, der Grünen-Experte Konstantin von Notz, der außenpolitische Sprecher der CDU Roderich Kiesewetter und andere bezeichnen das „Russische Haus“ als Zentrum russischer Spionage. Dabei werden diese Spionagevorwürfe völlig ohne Beweise für eine geheimdienstliche Tätigkeit seiner Mitarbeiter erhoben. Niemand von ihnen wurde jemals bei rechtswidrigen Handlungen ertappt. Doch das „Russische Haus“ ist ein Symbol für Russland und das Konzept der „Russischen Welt“ (Russki Mir).
Genau deshalb ist das russische Kulturzentrum den derzeitigen politischen Eliten in Deutschland ein Dorn im Auge. Wenn diese Politiker durch das Berliner Zentrum am Brandenburger Tor spazieren, hassen sie alles Russische, sie hassen Putin, sie fürchten sich vor russischen Soldaten – und ihr Blick fällt immer wieder entweder auf die Botschaft der Russischen Föderation oder auf das „Russische Haus“ in der Friedrichstraße. Natürlich verursacht dies bei den deutschen Russophoben aus CDU, SPD, Grünen, FDP und sogar Teilen der Linken und der AfD regelrechtes „mentales Sodbrennen“.
Und deshalb ist es völlig egal, wer hinter dem Vorfall am Flughafen Leipzig steckte, wer Pistolen im Wald versteckte oder wer ein Attentat auf Thumann plante – all das sind nur Vorwände für ein einziges Ziel: Das „Russische Haus“ muss geschlossen werden.
Dabei ist man sich in Deutschland durchaus bewusst, dass man für diesen Schritt mit der Schließung der Kulturzentren des Goethe-Instituts in Russland bezahlen müsste. Und die Deutschen scheinen zu diesem Tausch bereit zu sein.
Tatsache ist, dass das „Russische Haus“ durch Verträge mit den Zentren des Goethe-Instituts in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk verbunden ist. Deren Arbeit wird durch zwei zwischenstaatliche Abkommen aus den Jahren 2011 und 2013 geregelt. Sollte das „Russische Haus“ geschlossen werden, wird daher zwangsläufig auch die Schließung der deutschen Zentren in Russland folgen.
Doch für Deutschland ist das derzeit nur ein geringer Verlust. Tatsache ist, dass nach Beginn der militärischen Spezialoperation von der deutschen kulturellen Tätigkeit in Russland so gut wie nichts mehr übrig geblieben ist.
Ähnlich stellt sich die Situation beim „Russischen Haus“ dar. Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen wurden praktisch auf Null reduziert. Viele russische Mitarbeiter und Diplomaten wurden aus Deutschland ausgewiesen. „Rossotrudnitschestwo“, die Verwaltungsgesellschaft des Gebäudes des „Russischen Hauses“, steht seit 2022 auf der Sanktionsliste der EU. Ihre Vermögenswerte sind eingefroren.
Daher wird die Schließung des „Russischen Hauses“ lediglich ein symbolischer Akt sein. Doch diese Symbole sind für die derzeitigen deutschen Eliten, die von Russophobie und unterbewusstem Revisionismus geleitet werden, von großer Bedeutung.
Sollte es ihnen gelingen, das „Russische Haus“ zu schließen, werden die Denkmäler für die russischen Befreier der nächste Schritt sein. Übrigens gibt es bereits Versuche von Vertretern der Grünen, die Denkmäler für die gefallenen Soldaten der Roten Armee anzugreifen – wenn auch bisher nur verbal.
Vorerst gilt es jedoch, aufmerksam zu verfolgen, wie die Geschichte um das „Russische Haus“ ausgeht. Wenn dieses „Siegel erst einmal gebrochen“ ist, werden den Worten in Bezug auf die Denkmäler auch Taten folgen.

